Quartier e.V.

  

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LindenKalender 2011


mit Fotos von G. Gause, Michael Eckert/Anne Ersfeld, Andreas Schlösser und Jonny Peter


Viele Motive für das Jahr 2011 zeigen das schöne Grün Lindens. So sind einige Fotos auf dem Lindener Berg aufgenommen worden: dort auf dem Bergfriedhof oder in den Kleingärten. Einige andere Motive stammen von Ihme und Leine, deren Ufer ebenfalls zu den grünen Oasen im dichtbebauten Stadtbezirk Linden-Limmer gehören.
Die Motive sind von G. Gause, Michael Eckert/Anne Ersfeld, Andreas Schlösser und Jonny Peter fotografiert worden. Den Text verfasste Jonny Peter.

Titelbild
Limmerstraße: Das Graffiti ziert ein ehemaliges Toilettenhäuschen an der Limmerstraße und liegt genau an der Grenze zwischen Linden-Nord und Limmer in Höhe der Westschnellwegauffahrt/-abfahrt. Die beiden (grinsenden?) Fratzen begrüßen die aus Limmer kommenden BesucherInnen Lindens. Auf der entgegengesetzten Seite ist folgerichtig das hier nicht abgebildete Motiv „Limmer“ zu sehen.
Foto: Jonny Peter

Januar
Zur Bettfedernfabrik 1: Diese 1913 vom Architekten E.Werner gebaute Mauer umgrenzt einen Teil der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner&Ehlers. Sie steht – als Teil der alten Industriekultur – unter Denkmalschutz und gehört heute zum Ökologischen Gewerbehof Linden. Die Aufnahme ist an der Leinaustraße gemacht worden und zeigt im Hintergrund den Schornstein des Kesselhauses.
Foto: G. Gause

Februar
Zur Bettfedernfabrik 3: Hier sehen wir noch einmal den Schornstein der ehemaligen Bettfedernfabrik, der 1890 für das 1920 errichtete Kesselhaus gebaut wurde, jetzt aus der entgegengesetzten Richtung von der Grünfläche Richtung Stärkestraße. Früher standen an Ihme und Leine überall Fabrikschornsteine. Mit den Fabriken starben auch die Schornsteine. Umso schöner, dass hier eines der Symbole der Industrialisierung – wenn auch neu aufgemauert – erhalten geblieben ist. Entlang an Ihme und Leine schlängeln sich heute schöne Fuß- und Radwege durch das Ufergrün.
Foto: Anne Ersfeld/Michael Eckert

März
Kolonie Lindener Alpen/ Am Lindener Berge: Diese farbenfrohe Gartenlaube steht in der Kleingartenkolonie „Lindener Alpen“. Im Hintergrund ist der „Lindener Turm“ (Am Lindener Berge 29a) zu sehen. Der ehemalige Wehrturm (vermutliches Baujahr 1392), dann ab 1651 Mühle und seit dem Zweiten Weltkrieg nur noch Turm, beherbergte jahrhundertelang immer auch Gastronomie. Hoffentlich kann am Turm 2011 der Biergarten wieder eröffnen, schließlich ist er nicht nur der höchste, sondern auch der schönste in Hannover.
Foto: G. Gause

April
Ihme: Was wäre Linden ohne die Ihme? Der Fluss ist die natürliche Grenze zwischen Linden und Hannover. Früher gab es nur wenige Brücken. An dieser Stelle zwischen Stärkestraße und FAUST-Gelände konnte man früher mit einer Fähre auf die andere Seite gelangen: in das Ausflugslokal Justus-Garten. So heißt denn heute die in den 80er Jahren gebaute Brücke, unter der hier ein Ausflugsschiff durchfährt, auch Justus-Garten-Brücke. Die Grünfläche im Hintergrund zwischen Ihme und Leine wird Fährmannsinsel genannt.
Foto: G. Gause

Mai
St. Bennokirche, Offensteinstraße 4: Die katholische St. Bennokirche war das Zentrum eines kleinen katholischen Viertels in Linden, zu dem neben Kirche und Pfarrhaus auch die katholische Eichendorffschule und das St-Josephstift (früher Krankenhaus, dann Altenheim, demnächst Wohnprojekt) gehören. Die St. Bennokirche wurde 1901/02 von Christoph Hehl (1847 – 1911) gebaut, der in Linden schon das erste Lindener Rathaus an der Deisterstraße und die ebenfalls katholische St. Godehardkirche in Linden-Süd errichtete. Die Straße wurde nach dem ehemaligen Pastor und Nazi-Gegner Wilhelm Offenstein (1889-1964) benannt.
Foto: G. Gause

Juni
Amateurfunker, Lindener Berg: Auf dem Gelände des ehemaligen Naturheilvereins Prießnitz von 1890 – inmitten der Kleingartenkolonie Lindener Alpen – sind nur die Funker „Schwarzer Bär“ verblieben. Allerdings mussten auch sie nach dem Abriss der alten Gebäude ein neues Quartier beziehen: seit Sommer 2010 haben sie ihr Domizil in einem Container, der von jungen Künstlern mit passenden Graffiti besprüht wurde.
Foto: Jonny Peter

Juli
Hanomagstraße 9: An der Hanomagstraße liegt das (ehemalige) Verwaltungsgebäude des Lindener Traditionsunternehmens Hanomag. Es wurde 1903 von dem Architekten Georg Phillipps gebaut. Heute wird das Bauwerk, dessen Turm man hier sehen kann, immer noch vom Komatsu-Hanomag-Konzern genutzt.
Foto: Anne Ersfeld/Michael Eckert

August
Pfarrlandplatz 10: Ein grüner Platz und einer der schönsten Orte in Linden-Nord ist der Pfarrlandplatz. Hier stehen ansehnliche Häuser, deren Giebel mit Fachwerk, Türmen und Erkern verziert sind. Die bis 1920 eigenständige Stadt Linden wollte in der Arbeiterstadt gezielt bessere Wohnquartiere errichten, so auch hier. Die Bebauung erfolgte von 1910 – 1912.
Foto: Jonny Peter

September
Viktoriastraße 15: Zu den ältesten Wohnstraßen Linden-Nords gehört die Viktoriastraße, deren erste Häuser gegen 1850/1860 erbaut wurden. Nummer 15 wurde allerdings einige Jahre später errichtet. Heute wohnt hier eine Künstlerin, die das Gebäude sehr stilvoll modernisiert und anstelle eines Garagenhofes einen üppigen Garten angelegt hat. Ein gelungenes Beispiel dafür, dass man auch auf wenig Platz viel Grün schaffen kann.
Foto: Jonny Peter

Oktober
Lindener Bergfriedhof: Sicherlich die schönste Grünfläche in Linden ist der Lindener Bergfriedhof, der vor allem durch die massenhafte Blüte des Sibirischen Blausterns im Frühjahr bekannt ist. Aber auch zu den anderen Jahreszeiten ist der Friedhof sehenswert: hier können wir im Herbstlaub den zentralen Platanenweg bewundern.
Foto: Jonny Peter

November
Leine: In den letzten Jahren ist die Dornröschenbrücke im Sommer ein beliebter Aufenthaltsort für junge Leute geworden. Sie genießen von dort den Sonnenuntergang. Da alte Ausflugslokal Dornröschen liegt hinten rechts in der Dämmerung verborgen.
Foto: G. Gause

Dezember
Lindener Bergfriedhof: Unser Jahr endet wie so oft mit dem Lindener Bergfriedhof. Eines der schönsten Grabmäler, der Grabengel des Buchhändlers Georg Hassler (1844-1908), ist auch eines der beliebtesten Fotomotive auf dem Friedhof.
Foto: Andreas Schlösser

Wenn Sie in Linden spazieren gehen oder die Lindener Geschichte erkunden wollen, schauen Sie doch mal im Küchengartenpavillon vorbei. Hier erhalten Sie neben Informationen über den Berg auch den LindenKalender und Broschüren zum Küchengartenpavillon, Küchengarten, Lindener Berg und natürlich auch über Linden. Wir führen Sie nach Vereinbarung auch gerne über den Berg oder durch Linden. Dabei ist ein wichtiger Termin Ende März/Anfang April mit der Blüte des Blausterns. Dann bieten wir das Scilla-Blütenfest „Das Blaue Wunder“ auf dem Lindener Berg an.

LindenKalender 2011. Preis 10 Euro. Gestaltung: G. Gause, Uwe Kickstein und Jonny Peter.
Copyright © Quartier e.V., Linden, November 2010. Druck: Forum Druck, Hannover.

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